Museumsbahn Schönheide
Der Verein
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Unser Verein „Museumsbahn Schönheide e.V.

Unser Verein hat über 90 Mitglieder, davon mehr als 30 Aktive im Betriebsdienst, bei der Betreuung der Fahrgäste sowie zu Erhaltung, Ausbau und Pflege der Fahrzeuge und Strecke.

Die Grundgedanken und Ziele der Vereinsarbeit finden sich immer auch in seiner Satzung wieder, daher hier ein

--- Auszug aus der Satzung ––

(Aktueller Stand nach dem Beschluß der Mitgliederversammlung des Vereines vom 30.01.2016)  

§2 Abs. 1 : 

Der Verein pflegt und fördert den Wiederaufbau und Erhalt der sächsischen Schmalspurbahn, sowie deren Erhalt als technisches Denkmal. Dabei ist es vorrangiges Ziel des Vereins den Aufbau und Betrieb einer Museumsbahn auf dem Terrain der stillgelegten Schmalspurbahn, Carlsfeld -Schönheide-Stützengrün mit einem neuen Endpunkt Wernesgrün, umzusetzen. Die wiederherzustellenden Anlagen und Fahrzeuge sollen weitestgehend den historischen Vorbildern entsprechen.

Einiges ist geschafft, darauf kann unser Verein zurecht stolz sein. Hier ein paar Stichpunkte dazu:

  • Erhalt des historischen Lokschuppens in Schönheide, hier stehen die Lokomotiven, er ist Werkstatt für alles (vor allem für unsere Fahrzeuge), Vereinssitz und Mittelpunkt des Vereinslebens. In Betrieb genommen 1893 wird er 2013 120 Jahre alt !!
  • Aufbau und Betrieb der 750mm Schmalspurstrecke Schönheide – Neuheide – Stützengrün – Neulehn
  • Aufbau und Erhalt eines museumsgerechten Fahrzeugparks, davon einsatzfähig sind 2 Dampflokomotiven (sächs. IV K), eine Diesellok (V10c), 4 geschlossene Länderbahnpersonenwagen,
  • 1 Aussichtswagen, 2 Zugführer-/Packwagen sowie ein geschlossener Güterwagen
  • Aufbau und Erhalt der handbedienten Schranke in Stützengrün
  • Wahrnehmung der Aufgaben, Pflichten und Rechte für den Eisenbahnbetrieb als nichtbundeseigene Eisenbahn im Rahmen unseres Eisenbahnverkehrsunternehmens (EVU) und Eisenbahninfrastrukturunternehmens (EIU)
  • Regelmäßiger öffentlicher Fahrbetrieb, durchgeführt als touristischer Sonderverkehr mit Dampf an 12 oder mehr Wochenenden im Jahr mit den Höhepunkten im Frühjahr ( Bahnhofsfest  ) und im Herbst ( Bürstenfest ) zu denen ein Zweizugbetrieb stattfindet,
  • Sonderfahrten mit Dampf und Diesel auf Bestellung,
  • Zu besonderen Anlässen sind wir auch auf anderen Bahnen mit Lokomotiven, Wagen und Personal zu Gast
  • Betriebsführung und Betriebsleitung durch unser EVU auf der Regelspur-Strecke Schönheide Süd – Hammerbrücke des FHWE e.V. seit 2008 und Übernahme der Betriebsführung für die Anschlussbahn zum Bw Adorf des VEA e. V. durch unser EVU seit 2009. Damit hat die Museumsbahn in der Verantwortung ihres EVU’s auch eine Nahtstelle mit der DB AG.
  • Seit Oktober 2007 ist unser Personenwagen 970-621 Außenstelle des Standesamtes Schönheide 
  • Seit November 2010 steht wieder ein Formsignal am historischen Standort an der Einfahrt des Bahnhofes Schönheide

es bleibt noch viel zu tun ...

Die Ausgestaltung des Umfeldes der Museumsbahn wird uns, zusammen mit dem Aufbau und Erhalt von Fahrzeugen, noch sehr lange beschäftigen.

Der allgemeine Ausbau der Strecke, im historisch korrektem Umfeld, stellt für uns dabei ein besonderes Problem dar.

Nach der derzeitigen rechtlichen Lage und den örtlichen Gegebenheiten ist es uns an keiner Stelle möglich einen kompletten Bahnhof in der alten Lage und Funktion zu reaktivieren.

Das bedeutet für uns, sich möglichst gut und mit dem wirtschaftlich Machbaren, in die vorhandenen Gegebenheiten einzufügen.

War das zum Beginn des Baues der Schmalspurbahnen in Sachsen nicht mal eine Tugend und ein wohl geschätzter Vorteil? Und stehen wir damit nicht auch, wenn auch in einer etwas ungewohnten Form, in der Tradition der alten Schmalspurbahn?

Die Durchführung eines, im rechtlichen und sachlichen Sinne, vollkommen eigenständigen Eisenbahnbetriebes hat den Verein in die Lage versetzt, auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, seine ihm selbst gestellten Ziele unabhängig und selbstständig umzusetzen. Diese Selbstständigkeit und Eigenverantwortlichkeit im Eisenbahnbetrieb wird auch in Zukunft ein wesentliche Grundlage der Vereinstätigkeit sein. Auch wenn es auf anderen Gebieten und Zielen der Vereinsarbeit Einschnitte bedeutet hat und auch noch bedeutet, ist es für uns die beste und wohl auch einzige Möglichkeit dauerhaft und nachhaltig tätig zu sein.

Erweiterungen, wie ursprünglich erhofft bis nach Carlsfeld, oder die Stecke über die beiden abgerissenen Viadukte bis zum ehemaligen Bahnhof Stützengrün oder gar bis Rothenkirchen sind ein schöner Traum, waren aber auf Grund der wirtschaftlichen und regionalen Gegebenheiten für den ehrenamtlich arbeitenden Verein bisher nicht realisierbar. Verloren sind diese Gedanken aber nicht. Ohne viel und lautes Geschrei sucht der Verein und sein Vorstand die Möglichkeiten der Weiterentwicklung der Bahn in allen Belangen (Konzept, Strecke, Fahrzeuge, Ausgestaltung des Umfeldes) im Auge zu behalten und voran zu treiben.

Mit Geduld, Augenmaß, ehrenamtlichen aber ungeheueren Fleiß  und dem ständigen Blick für das Machbare ist die Museumsbahn gewachsen und wird damit auch weiter bestehen. Die gebratenen Tauben flogen und fliegen uns dabei nicht in den Mund. Unsere Gemeinde Schönheide hat sich immer mehr an die Bahn gewöhnt, wegzudenken ist sie hier nicht mehr.

Es ist ein Erfolg, wenn ein sehr selbstständig arbeitender Verein sich regional einbringt, die Zusammenarbeit ohne Aufgabe der Eigenständigkeit sucht und dabei in den Berührungspunkten ein stabiler Partner ist. Alles was wir nachhaltig vorgelebt haben wurde nach und nach auch anerkannt.